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Straßenbahn:
Geschichte /
Zeittafel / Chronik + Zahlen der BVG |
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| nachfolgende Ausführungen stammen zum größten Teil von
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| Vom Pferdeomnibus zur elektrischen Straßenbahn Der Öffentliche Personennahverkehr Berlins ist der älteste in Deutschland. Bereits im Jahr 1847 wurde die erste Berliner Nahverkehrslinie eröffnet: Die Concessionierte Berliner Omnibus Compagnie betrieb ab dem 1. Januar des Jahres die erste Pferdeomnibuslinie der Stadt. Zahlreiche weitere Unternehmen drängten in den wachsenden Markt, 1864 gab es bereits 36 Omnibusbetriebe in Berlin. Im Folgejahr, am 28. August 1865, begann das Zeitalter der Straßenbahn in Deutschland. Die erste Pferdebahnlinie Berlins nahm den Betrieb auf, sie führte vom Kupfergraben an der heutigen Museumsinsel über die heutige Straße des 17. Juni nach Charlottenburg. Wie zuvor beim Pferdebus, so folgten auch hier viele weitere Unternehmer der neuen Entwicklung und bauten in allen Teilen des heutigen Stadtgebiets Pferdebahnstrecken. 1873 eröffnete eine Strecke vom Rosenthaler Platz zum Gesundbrunnen, Betreiberin war die neu gegründete Große Berliner Pferde-Eisenbahn, die später unter dem Namen Große Berliner Straßenbahn (GBS) zum dominierenden Verkehrsunternehmen Berlins werden sollte. Am 16. Mai 1881 schrieb die Region Berlin erneut Verkehrsgeschichte. In der Gemeinde Groß-Lichterfelde, die erst 39 Jahre später ein Teil von Berlin-Steglitz wurde, eröffnete Werner von Siemens die erste elektrische Straßenbahn der Welt. Die Strecke diente zunächst nur als Versuchsanlage, Siemens bezeichnete sie als „von den Säulen und Trägern genommene Hochbahn“, denn sein eigentliches Ziel war der Bau eines elektrischen Hochbahnnetzes in Berlin. Um die zögernden politischen Entscheidungsträger von den Vorteilen des elektrischen Antriebs zu überzeugen, wählte Siemens die Kleinbahnstrecke in Lichterfelde als Demonstrationsobjekt. Die Bedenkenträger im Magistrat behielten trotzdem weiterhin die Oberhand, und Siemens konnte die erste Berliner Hochbahnstrecke erst 21 Jahre später in Betrieb nehmen (siehe Geschichte der Berliner U-Bahn). Die elektrische Straßenbahn in Lichterfelde erhielt ihren Fahrstrom über die Gleise, sodass die Strecke aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden musste. Die meterspurige Strecke verlief vom heutigen S-Bahnhof Lichterfelde-Ost zur Kadettenanstalt in der Finckensteinallee. Eine Fahrt kostete mehr als ein damaliger Durchschnittsstundenlohn. Die Strecke wurde am 15. Februar 1930 stillgelegt und durch eine Buslinie ersetzt. Der elektrische Betrieb verlief zunächst noch nicht zufriedenstellend, und es blieb bei der einen Versuchsstrecke. Die Elektrifizierung der Pferdebahnstrecken begann wie in anderen Städten erst am Ende des Jahrhunderts. Am 1. Mai 1896 eröffnete die GBS die erste elektrische Strecke von der Innenstadt zum Gelände der Gewerbeausstellung in der Gemeinde Treptow. Der elektrische Betrieb lieferte diesmal bessere Ergebnisse, sodass in der Folge immer mehr Strecken elektrifiziert wurden, bis im Jahr 1902 fast alle Linien elektrisch betrieben wurden. Ab dem 18. Dezember 1899 konnte man in Berlin aber bereits, trotz der Hindernisse bei der Planung der U-Bahn, unterirdisch Bahn fahren, sogar unter der Spree hindurch: Der zur Gewerbeausstellung 1896 schon gezeigte, 450 Meter lange Spreetunnel zwischen Treptow und Stralau wurde der Straßenbahn übergeben. Der Tunnel wies leider Baumängel auf und musste am 15. Februar 1932 stillgelegt werden; nachdem er im Krieg durch einen Bombentreffer schwer beschädigt und von Spreewasser geflutet wurde, wurde er nach 1945 zugeschüttet. Die Straßenbahn besaß außerdem einen zweiten Tunnel, den Lindentunnel, mit dem die Prachtstraße Unter den Linden unterirdisch gekreuzt werden konnte - Kaiser Wilhelm II. wollte den Boulevard nicht durch die Oberleitungen einer elektrischen Straßenbahn verunstaltet sehen. |
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| Ich versuche hier, die wechselvolle
Geschichte der Berliner Strassenbahn etwas zu entwirren. Ein bisschen Farbe soll hier
ebenfalls helfen, Licht ins Gewirr der Gesellschaften zu bringen: Aus vielen einzelnen, kleinen Gesellschaften (z.B. "Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft") wuchsen langsam grössere (hier "Berlin-Charlottenburger Strassenbahn"), die sich wiederum vereinigten bzw. kauften (hier durch die "Grosse Berliner Strassenbahn") oder kommunalisiert wurden (wie z.B. die "BESTAG"). Weiter ging es über die "Berliner Strassenbahn" bis zur heute noch existenten BVG. Unternehmensvielfalt bis zur Gründung der BVG Die Unternehmensgeschichte der Berliner Straßenbahn ist äußerst kompliziert. Neben privaten Unternehmen, die durch Übernahmen, Fusionen und Konkurse häufig wechselten, besaßen die Städte Berlin, Spandau, Köpenick, Rixdorf, die Gemeinden Steglitz, Mariendorf, Britz, Niederschönhausen, Friedrichshagen, Heiligensee und Französisch Buchholz sowie der Kreis Teltow zumindest zeitweise eigene kommunale Straßenbahnbetriebe. Die wichtigste private Betreiberin war die Große Berliner Pferde-Eisenbahn, die sich nach Beginn der Elektrifizierung Große Berliner Straßenbahn (GBS) nannte und nach und nach fast alle anderen Unternehmen aufkaufte. 1920 fusionierte die GBS mit den städtischen Unternehmen BESTAG und SSB zur Berliner Straßenbahn, die 1929 in die neu gegründete, städtische Berliner Verkehrs-AG (BVG) überführt wurde. Die BVG übernahm außer der Straßenbahn auch die Hoch- und Untergrundbahnen sowie die überwiegend von der Allgemeinen Berliner Omnibus-Actien-Gesellschaft (ABOAG) betriebenen Buslinien. Bis zur Gründung der BVG betrieben folgende Unternehmen Straßenbahnstrecken in Berlin (sortiert nach Eröffnungsjahr der ersten Strecke): |
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| Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft - Berlin-Charlottenburger Strassenbahn | |
| 11.05.1865 | Gründung der "Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" |
| 22.06.1865 | Betriebsaufnahme |
| 01.11.1871 | "Westend-Terrain-Gesellschaft" nimmt Betrieb auf |
| 1875 | Übernahme der "Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" durch J. Lestmann & Co. |
| 1878 | Strecke der "Westend-Terrain-Gesellschaft" geht an "Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" |
| 1890 | Bild: Netz um 1890 |
| 26.09.1894 | aus "Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" wird "Berlin-Charlottenburger Strassenbahn" |
| 15.05.1919 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Westliche Berliner Vorortbahn | |
| 05.05.1886 | Betriebsaufnahme auf der Strecke Zoo - Halensee durch "Davy, Donath & Co" |
| 1888 | "Berliner Dampfstrassenbahn-Konsortium" übernimmt den Betrieb |
| 18.05.1888 | "Wilmersdorf-Schmargendorfer Dampfstrassenbahn Reymer & Masch" eröffnet Nollendorfplatz - Schmargendorf |
| 22.12.1888 | "Berliner Dampfstrassenbahn-Konsortium" übernimmt "Wilmersdorf-Schmargendorfer Dampfstrassenbahn Reymer & Masch" |
| 1896 | Bild: Netz um 1896 |
| 25.06.1898 | Gründung der "Westlichen Berliner Vorortbahn" |
| 01.10.1898 | "Westlichen Berliner Vorortbahn" übernimmt "Berliner Dampfstrassenbahn-Konsortium" |
| 1911 | Bild: Netz um 1911 |
| 15.05.1919 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Südliche Berliner Vorortbahn | |
| 04.07.1898 | Gründung |
| 01.07.1899 | Betriebsaufnahme |
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1911 |
Bild: Netz um 1911 |
| 15.05.1919 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Nordöstliche Berliner Vorortbahn | |
| 21.10.1899 | Betriebsaufnahme der Strassenbahn "Berlin - Hohenschönhausen" |
| 10.12.1906 | Übernahme durch die "Neue Berliner Strassenbahn Nordost" |
| 03.05.1919 | Übernahme durch die "Nordöstliche Berliner Vorortbahn" |
| 15.05.1919 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Berliner Ostbahnen | |
| 1894 | Gründung der "Gesellschaft zum Bau von Untergrundbahnen GmbH" |
| 18.12.1899 | Eröffnung der "Strassenbahn Schlesischer Bahnhof - Treptow" |
| 15.08.1901 | Eröffnung der "Strassenbahn Niederschöneweide - Cöpenick" |
| 1901 | Kauf der 1890 erbauten Güterbahn Oberschöneweide |
| 22.06.1909 | aus "Strassenbahn Schlesischer Bahnhof - Treptow" und "Strassenbahn Niederschöneweide - Cöpenick" werden die "Berliner Ostbahnen" |
| 1913 | Bild: Netz um 1913 |
| 08.09.1919 | Zweckverband Gross-Berlin kauft "Berliner Ostbahnen" |
| 01.05.1920 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Städtische Strassenbahn Cöpenick | |
| 18.10.1882 | "Cöpenicker Pferde-Eisenbahn" nimmt Betrieb Bahnhof - Schlossplatz auf |
| 11.08.1903 | Aufnahme des elektrischen Betriebes, Umbenennung in "Städtische Strassenbahn Cöpenick" |
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1912 |
Bild: Netz um 1912 |
| 01.10.1920 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Friedrichshagener Strassenbahn | |
| 15.04.1891 | Gründung der "Friedrichshagener Strassenbahn" |
| 17.05.1891 | Betriebsaufnahme zwischen Bahnhof und Restaurant Bellevue |
| 1894 | Gemeinde Friedrichshagen kauft die Bahn |
| 1906 | Stadt Cöpenick kauft die Bahn |
| 16.12.1906 | Aufnahme des elektrischen Betriebes durch die "Städtische Strassenbahn Cöpenick" |
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| Strassenbahn Heiligensee | |
| 29.05.1913 | Betriebsaufnahme |
| 01.10.1920 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Spandauer Strassenbahn | |
| 26.04.1892 | Gründung der "Spandauer Strassenbahn" |
| 05.06.1892 | Betriebsaufnahme |
| 1894 | Übernahme durch die "Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft" |
| 18.03.1896 | Aufnahme des elektrischen Betriebes |
| 04.03.1899 | Übernahme durch die "Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft AEG" |
| 1906/1907 | Umspurung von 1000mm auf 1435mm |
| 01.07.1909 | Kauf der "Spandauer Strassenbahn" von der Stadt Spandau |
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1909 |
Bild: Netz um 1909 |
| 08.12.1920 | Übernahme durch die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
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| Elektrische Strassenbahn Spandau - Nonnendamm | |
| 23.03.1908 | "Siemens & Halske" nimmt Güterverkehr Spandau - Nonnendamm auf |
| 30.09.1908 | Personenverkehr aufgenommen |
| 01.07.1909 | eigene Gesellschaft gegründet: "Elektrische Strassenbahn Spandau - Nonnendamm GmbH" |
| 01.10.1909 | Stadt Spandau erwirbt alle Anteile an der Bahn |
| 01.04.1910 | "Spandauer Strassenbahn" übernimmt den Betrieb |
| 01.10.1914 | Nonnendamm-Bahn geht in "Spandauer Strassenbahn" auf |
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| Teltower Kreisbahnen (Schmalspur) | |
| 16.05.1881 | erste elektrische Strassenbahn der Welt nimmt den Betrieb auf |
| 1895 | neuer Name: "Elektrische Strassenbahnen Gross-Lichterfelde - Lankwitz - Steglitz - Südende |
| 1895 | Bild: Netz um 1895 |
| 01.04.1906 | Kreis Teltow kauft die Bahn |
| 1914 | Bild: Netz um 1914 |
| 16.04.1921 | Übernahme durch die "Berliner Strassenbahn" |
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| Teltower Kreisbahnen (Normalspur) | |
| 1887 | Gründung der "Dampfstrassenbahn Gross-Lichterfelde - Seehof - Teltow" |
| 01.07.1888 | Eröffnung der Strecke Gross-Lichterfelde - Teltow |
| 01.04.1906 | Kreis Teltow kauft die Bahn |
| 30.03.1907 | Aufnahme des elektrischen Betriebes |
| 05.06.1909 | Eröffnung Bahnhof Adlershof - Altglienicke |
| 16.04.1921 | Übernahme durch die "Berliner Strassenbahn" |
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| Strassenbahn der Gemeinde Steglitz | |
| 03.12.1905 | Betriebsaufnahme |
| 16.04.1921 | Übernahme durch die "Berliner Strassenbahn" |
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| Berliner Verkehrs-GmbH | |
| 09.03.1912 | Benzolbetrieb aufgenommen von der "Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn" |
| Juli 1912 | Aufnahme des elektrischen Betriebes |
| August 1924 | Übernahme durch die "Berliner Verkehrs-GmbH" |
| 01.03.1925 | Übernahme durch die "Berliner Strassenbahn Betriebs-GmbH" |
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| Strassenbahn Warschauer Brücke - Lichtenberg | |
| 01.01.1910 | Betriebsaufnahme |
| 01.04.1928 | Übernahme durch die "Berliner Strassenbahn Betriebs-GmbH" |
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| Kleinbahn Spandau - Hennigsdorf | |
| 08.01.1923 | Inbetriebnahme Spandau West - Hennigsdorf, Rathenaustrasse |
| 11.11.1929 | Aufnahme des elektrischen Betriebes |
| 23.07.1931 | Verlängerung zum S-Bahnhof in Hennigsdorf |
| April 1945 | Einstellung des Betriebes |
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| BESTAG (Berliner Elektrische Strassenbahn AG) | |
| 10.09.1895 | Strassenbahn Gesundbrunnen - Pankow von "Siemens & Halske" eröffnet |
| 15.04.1896 | Strassenbahn Berlin - Treptow von "Siemens & Halske" eröffnet |
| 01.07.1899 | Gründung der "BESTAG" |
| 22.07.1907 | Vertrag mit Gemeinde Französisch-Buchholz über Elektrifizierung der seit 1904 bestehenden Pferdebahn |
| 08.12.1907 | elektrischer Betrieb in Französisch-Buchholz aufgenommen |
| 1916 | Bild: Netz um 1916 |
| 20.09.1919 | Auflösung der AG, Umwandlung in einen Kommunalbetrieb |
| 13.12.1920 | "BESTAG" geht in der "Berliner Strassenbahn" auf |
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| Grosse Berliner Pferde-Eisenbahn - Grosse Berliner Strassenbahn | |
| 08.11.1871 | "Grosse Berliner Pferde-Eisenbahn" gegründet |
| 08.07.1873 | Betriebsaufnahme |
| 01.07.1879 | Betriebsüberlassungsvertrag mit der 1872 gegründeten "Grossen Internationalen Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" |
| 1882 | Übernahme der 1881 gebauten Pferdebahn Tegeler Chaussee - Tegel |
| 1886 | Übernahme der "Grossen Internationalen Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft" |
| 01.01.1887 | Übernahme der 1885 eröffneten Pferde-Eisenbahn der Gemeinde Rixdorf |
| 01.01.1888 | Übernahme der Pferde-Eisenbahn der Gemeinde Mariendorf |
| 01.08.1891 | Übernahme der Pferde-Eisenbahn der Gemeinde Bitz |
| 01.06.1892 | Übernahme der Pferde-Eisenbahn der Gemeinde Niederschönhausen |
| 01.02.1894 | Übernahme der Verwaltung der 1876 gegründeten "Neuen Berliner Pferdebahn-Gesellschaft" |
| 1896 | Bild: Netz um 1896, City-Netz um 1896 |
| 25.01.1898 | aus "Grosser Berliner Pferde-Eisenbahn" wird die "Grosse Berliner Strassenbahn" |
| 01.01.1900 | Übernahme der "Neuen Berliner Pferdebahn-Gesellschaft" |
| 1913 | Bild: Netz um 1913 außen, Netz um 1913 City West, Netz um 1913 City Ost |
| 15.05.1919 | Verschmelzung der "Grossen Berliner Strassenbahn" mit "Berlin-Charlottenburger Strassenbahn", "Westlicher Berliner Vorortbahn", "Südlicher Berliner Vorortbahn" und "Nordöstlicher Berliner Vorortbahn" |
| 15.07.1919 | Zweckverband Gross-Berlin kauft "Grosse Berliner Strassenbahn" |
| 01.05.1920 | Übernahme der "Berliner Ostbahnen" |
| 01.10.1920 | Gross-Berlin wird geschaffen, daher Übernahme der Strassenbahnen von Heiligensee und Cöpenick |
| 08.12.1920 | Übernahme der "Städtischen Strassenbahnen Spandau" |
| 13.12.1920 | "Grosse Berliner Strassenbahn" geht in der "Berliner Strassenbahn" auf |
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| Städtische Strassenbahnen Berlin | |
| 18.10.1900 | Stadtverordnete beschliessen eigenen Strassenbahnbetrieb |
| 01.07.1908 | Eröffnung der ersten beiden Linien |
| 01.01.1910 | Kauf der am 01.10.1901 eröffneten Strecke Warschauer Brücke - Central-Viehhof der Hochbahngesellschaft |
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1917 |
Bild: Netz um 1917 |
| 13.12.1920 | "Städtische Strassenbahnen Berlin" geht in der "Berliner Strassenbahn" auf |
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| Berliner Strassenbahn | |
| 13.12.1920 | Gründung der "Berliner
Strassenbahn" aus "BESTAG", "Grosse Berliner Strassenbahn", "Städtische Strassenbahnen Berlin" |
| 16.04.1921 | Übernahme der Teltower Kreisbahnen, der Strassenbahn der Gemeinde Steglitz |
| 08.09.1923 | letzter Betriebstag, Umwandlung am 10.09.1923 in die "Berliner Strassenbahn Betriebs-GmbH" |
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| Berliner Strassenbahn Betriebs-GmbH | |
| 10.09.1923 | Betriebsaufnahme |
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1923 |
Bild: Netz am 10.09.1923, City-Netz am 10.09.1923 |
| 01.03.1925 | Übernahme der Berliner Verkehrs-GmbH |
| 15.03.1927 | 20-Pfenning Einheitstarif eingeführt |
| 01.04.1928 | Übernahme der Strassenbahn Warschauer Brücke - Lichtenberg |
| 01.01.1929 | "Berliner Strassenbahn Betriebs-GmbH" geht in der BVG auf |
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| BVG | |
| 01.01.1929 | Gründung der BVG als Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft |
| 15.02.1930 | Umstellung der Schmalspurstrecken im Südwesten abgeschlossen |
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1930 |
Bild: Netz um 1930, City-West-Netz um 1930, City-Ost-Netz um 1930 |
| 01.09.1933 | 10-Pfenning Einheitstarif eingeführt |
| 01.01.1938 | Umwandlung der BVG in einen städtischen Eigenbetrieb "Berliner Verkehrs-Betriebe" |
| 01.04.1941 | Einführung eines umfangreichen Nachtbetriebes wegn des Krieges |
| 22.04.1945 | letzter Betriebstag vor Kriegsende |
| 20.05.1945 | erster Betriebstag nach Kriegsende |
| 24.06.1948 | Einschränkungen wegen der Blockade |
| 12.05.1949 | Blockade-Einschräkungen aufgehoben |
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1949 |
Bild: Netz am 31.07.1949,City-Netz am 31.07.1949 |
| 01.08.1949 | Spaltung der BVG in BVG (West) und BVG (Ost) / BVB |
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| BVG (West) | |
| 14.10.1950 | keine Linien mehr ins Umland |
| 16.01.1953 | keine Linien mehr über die Sektorengrenzen in Berlin |
| Juli 1954 | Auflösung des Netzes beginnt, nach dem ein bewilligter Kredit aus verschiedenen Gründen nur für den Kauf von Omnibussen verwendet wird (geplant waren 40 Grossraum- Strassenbahnwagen und nur 20 Omnibusse) |
| 02.10.1967 | Einstellung der letzten Linie: Zoo - Hakenfelde |
| 16.03.1973 | Museumsbetrieb auf der stillgelegten Hochbahnstrecke Bülowstr. - Nollendorfplatz aufgenommen |
| 15.04.1991 | Museumsbetrieb auf der stillgelegten Hochbahnstrecke Bülowstr. - Nollendorfplatz beendet, um die U-Bahn wieder aufzubauen |
| 01.01.1992 | Vereinigung BVG - BVB |
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| BVG (Ost) / BVB | |
| 19.03.1951 | Strassenbahn wird im Zentrum zurückgezogen - autogerechte Stadt |
| 16.01.1953 | keine Linien mehr über die Sektorengrenzen in Berlin |
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1965 |
Bild: Netz um 1965 |
| 02.01.1967 | letzte Strassenbahn über den Alexanderplatz |
| 01.01.1969 | BVG (Ost) wird "VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB)" |
| 24.08.1970 | letzte Strassenbahn in der Leipziger Strasse |
| 14.07.1973 | Stillegung der Strassenbahnen in Treptow |
| 02.11.1975 | letzte Strassenbahn in der Strasse Alt-Friedrichsfelde |
| 06.04.1979 | erste Neubaustrecke in die neuen Wohngebiete entsteht (siehe auch Tabelle Strassenbahn- Neubaustrecken) |
| Februar 1982 | Güterverkehr wiederaufgenommen (zur Kraftstoffeinsparung), blieb bis April 1990 bestehen |
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1982 |
Bild: Netz um 1982, City-Netz um 1982 |
| 01.01.1992 | Vereinigung BVG - BVB |
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| wieder BVG | |
| 01.01.1994 | aus dem Eigenbetrieb von Berlin "Berliner Verkehrs-Betriebe" (BVG) wird die Anstalt öffentlichen Rechts "Berliner Verkehrsbetriebe" (BVG) |
| 14.10.1995 | erste Neubaustrecke im ehemaligen Westteil Berlins in der Bornholmer Str. eröffnet, bis Louise-Schröder-Platz |
| 25.10.1997 | Strassenbahn fährt wieder von (U-Bf. Osloer Str -) Louise-Schröder-Platz bis Virchowklinikum |
| 20.12.1997 | Verlängerung der Strassenbahn zum S-Bf. Friedrichstr. |
| 18.12.1998 | die Strassenbahn fährt wieder über den Alex |
| 28.05.2000 | Straßenbahnstrecke zum S+U-Bf. Warschauer Str. eröffnet |
| 29.09.2000 | Straßenbahn fährt von Buchholz Kirche nach Buchholz West, Guyotstr. |
| 28.05.2006 | Straßenbahn fährt von der Eberswalder Str. durch die Bernauer Str. zum Nordbahnhof. Die Weiterführung zum Hauptbahnhof soll 2009 folgen. |
| Am Gründungstag der BVG betrieb diese 89 Straßenbahnlinien und ein
Netz mit 634 km Streckenlänge, besaß 4000 Straßenbahnfahrzeuge und
beschäftigte 14.400 Personen allein bei der Straßenbahn. Die Straßenbahn
leistete 170 Millionen Wagenkilometer pro Jahr und beförderte 1929 929
Millionen Fahrgäste. Ende diesen Jahres gab es bereits 93
Straßenbahnlinien. Anfang der 30er Jahre begann langsam der Abstieg des riesigen Berliner Straßenbahnnetzes. Nachdem 1930 bereits die historische, erste elektrische Straßenbahnstrecke in Lichterfelde stillgelegt wurde, folgte am 31. Oktober 1934 die älteste Straßenbahnlinie Deutschlands: die Charlottenburger Chaussee (heute Straße des 17. Juni) wurde von den Stadtplanern der Nazis zur monumentalen Ost-West-Achse umgebaut, die Straßenbahn musste weichen. 1938 gab es noch 71 Straßenbahnlinien, 2800 Fahrzeuge und rund 12.500 Beschäftigte. Das Omnibusnetz wurde dagegen konsequent erweitert, seit 1933 gab es in Berlin außerdem Oberleitungsbusse. Während des 2. Weltkriegs wurden zur Einsparung von Mineralöl einige Verkehrsaufgaben von Omnibus und Lastkraftwagen auf die Straßenbahn (zurück-)verlagert, unter anderem wurde ein umfangreicher Güterverkehr eingerichtet; viele Unternehmen und einige Häfen erhielten einen Gleisanschluss an die Straßenbahn. Durch Luftangriffe (ab März 1943), Personal- und Strommangel gingen die Fahrleistungen der Straßenbahn im Verlauf des Krieges immer weiter zurück, bis der Betrieb während des Endkampfs um Berlin am 23. April 1945 völlig zusammenbrach. |
| Die Straßenbahn seit 1945 Trotz immenser Zerstörungen an Strecken, Fahrzeugen und Betriebshöfen verkehrten am 20. Mai 1945 bereits wieder Straßenbahnlinien in Berliner Außenbezirken, bis Ende 1945 konnten 328 km Straßenbahnstrecke wiedereröffnet werden. Die BVG wurde in Folge der politischen Spaltung Berlins am 1. August 1949 geteilt. Es entstanden zwei getrennte Unternehmen, die BVG-West in den drei Westsektoren (36 Straßenbahnlinien) und die BVG-Ost (13 Linien), ab 1969 VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) im sowjetischen Sektor. Am 14. Oktober 1950 wurden die Straßenbahnlinien von West-Berlin ins brandenburgische Umland (nach Kleinmachnow und Schönefeld), am 15. Januar 1953 die Linien über die innerstädtische Sektorengrenze eingestellt. Anlass für letzteres Ereignis war die Tatsache, dass die BVG-Ost Frauen als Fahrerinnen einsetzte, was man im Westen als Provokation ansah und den gemeinsamen Linienbetrieb aufkündigte. Die Linien der einen Stadthälfte endeten nunmehr an der Grenze, die Fahrgäste überquerten diese zu Fuß und fuhren mit der gleichnamigen Linie der anderen Stadthälfte (und demselben Fahrschein) weiter. |
| West Berlin |
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| Ost Berlin Mit der Gründung zweier deutscher Staaten gab es große Probleme mit der Wartung der Züge, da sich die Hauptwerkstatt Straßenbahn in der West-Berliner Müllerstraße befand und so nicht angefahren werden konnte, beziehungsweise eine Wartung dort nicht gewünscht war. Vorerst übernahmen zahlreiche Kleinbetriebe und die staatlichen Betriebe des Lokomotiv- und Waggonsbau (LOWA) die nötigen Hauptuntersuchungen und Reparaturen. Ab 1954 übernahm das Reichsbahnausbessungswerk (RAW) Schöneweide diese Aufgaben. Damit war das Reichsbahnausbessungswerk sowohl für die S-Bahn als auch für U-Bahn und Straßenbahn zuständig. Auch im Ostteil der Stadt mussten zahlreiche Straßenbahnstrecken der autoorientierten Verkehrsplanung der 50er und 60er Jahre weichen, vor allem in den Bezirken Mitte und Treptow. 1967 wurden etwa, mit Fertigstellung der Neubebauung am Alexanderplatz, die Linien durch das Zentrum Ost-Berlins stillgelegt. Angeblich enstanden aufgrund der vielen Unfälle und Straßenbahnverspätungen ein volkswirtschaftlicher Schaden von 2,5 Millionen Mark. Auch danach gab es noch Stilllegungen, unter anderem in der Baumschulenstraße und in der Leipziger Straße. Ende der 70er Jahre wendete sich jedoch das Schicksal der Berliner Straßenbahn, denn um die neue enstandenen Großsiedlungen, wie Marzahn, später Hohenschönhausen und zuletzt Hellersdorf, zu erschließen, wurden viele verschiedene Straßenbahnstrecken gebaut, denn die S-Bahn reichte dort als Schnellbahn nicht aus. Teilweise sind diese neuen Strecken bereits vor der Fertigstellung der Siedlungen entstanden, sodass sogar die Bauarbeiter mit der Straßenbahn zur Baustelle fahren konnten. Bei der Errichtung dieser Strecken achtete man auf die Geschwindigkeit und Integration in das Stadtbild, und so erhielten die neuen Strecken zum Großteil einen vom Straßenverkehr unabhängigen Gleiskörper mit Rasengleis. Auch energiepolitische Gründe spielte eine Rolle. Bekam die DDR zuvor noch Erdöl aus der Sowjetunion zum Vorzugspreis, war dies nach der Erdölkrise nicht mehr möglich und so bekam die durch heimische Energieträger (Braunkohle-Verstromung) angetriebene Straßenbahn, wie auch in vielen anderen Städten der DDR, die wichtigste Rolle im innerstädtischen Verkehr. Dennoch kam es nicht zu einer Wiedereinführung der Straßenbahn im Ost-Berliner Zentrum, hier wurden die Fahrgastströme durch die U-Bahnlinie A (heute Teil der Linie U2) und der S-Bahn aufgefangen. |
| Die Straßenbahn nach der Wiedervereinigung Im Jahr 1992 wurden BVG (West) und BVB (Ost) wieder zur BVG vereinigt, das Unternehmen nannte sich nun Berliner Verkehrsbetriebe. Neben Bus- und U-Bahnlinien betrieb die neue BVG nun auch die nur in den Ostbezirken verkehrende Straßenbahn. Es gab einige kritische Stimmen gegen die Straßenbahn, saßen doch die Beamten, die die Straßenbahn in West-Berlin abgeschafft hatten immer noch in den Cheftetagen. Vor allem gab es Überlegungen, das Pankower Straßenbahnnetz stillzulegen, da einerseits die Straßenbahnen in der Schönhauser Allee parallel zur U-Bahnlinie U2 fahren und andererseits weil der Streckenast nach Rosenthal nicht ausgelastet war. Dies war jedoch, auch im Hinblick auf den Bau vieler neuer Straßenbahnnetze in Europa, kaum durchzusetzen und so präsentierte bald darauf der zuständige Senator für Verkehr, der CDU-Politiker Herwig Haase, Pläne für die Reaktivierung der Straßenbahn in West-Berlin. Eine neue Strecke sollte von der Warschauer Straße zum Hermannplatz führen, ebenso sollte die Straßenbahn von der Björnsonstraße die Seestraße weiter entlang fahren. Ebenso war es angedacht, Strecken durch die Leipziger Straße zum Potsdamer Platz zu bauen, ebenso wie eine isolierte Straßenbahnlinie in Spandau. 1995 wurde die erste und bisher einzige Strecke in drei Etappen Richtung Westen eröffnet, das Rudolf-Virchow-Klinikum, die Osloer Straße und die Müllerstraße, die alle im Bezirk Wedding liegen, sind seitdem wieder an das Straßenbahnnetz angeschlossen. Seit 1997 hält die Straßenbahn wieder direkt am Bahnhof Friedrichstraße. Zuvor war ein langer Fußweg zurückzulegen, um zu dem in der gleichen Zeit sanierten Bahnhof zu kommen. Seitdem halten die Straßenbahnen in der neu angelegten Wendeschleife „Am Kupfergraben“ in der Nähe der Humboldt-Universität und der Museumsinsel. Im Jahr darauf folgte die Wiedereröffnung der Straßenbahn am Alexanderplatz. Diese fährt nun direkt über den Platz und hält sowohl einmal am U-Bahnhof der U2 und einmal am Bahnhofsgebäude der Regional- und S-Bahn, wo auch ein direkter Übergang zur U8 besteht. Kritiker befürchteten vermehrt Personenunfälle, da die Straßenbahn direkt durch eine Fußgängerzone fährt. Dies bewahrheitete sich jedoch nicht. Im Jahr 2000 wurden die Straßenbahngleise vom S-Bahnhof Warschauer Straße direkt bis an den U-Bahnhof verlängert. Da hier jedoch kein Platz für eine Wendeschleife bestand, beschloss die BVG hier ein stumpfendendes Gleis einzurichten. Dafür wurden extra Zweirichtungsfahrzeuge beschafft. Die Gleise, die auf der Oberbaumbrücke bereits 1995 verlegt worden sind, bleiben jedoch bis heute ungenutzt, da eine Verlängerung der Straßenbahn bis zum Hermannplatz derzeit finanziell nicht realisierbar erscheint. Seit dem gleichen Jahr fährt die Straßenbahn im Pankower Netz nun nicht mehr nur bis Französisch Buchholz Kirche, sondern noch weiter bis zur Guyotstraße. Mit dieser Verlängerung, vom Berliner Fahrgastverband IGEB „Wiesenbahn“ genannt, erhielt auch die dortigen Neubaugebiete mit Einfamilienhäusern einen Bahnanschluss. Dennoch werden wesentlich weniger Neueröffnungen und Reaktivierungen von Straßenbahnstrecken realisiert, da sich Berlin in einer extremen Haushaltsnotlage befindet. Heute befördert die Berliner Straßenbahn pro Jahr um die 160 Millionen Fahrgäste. |
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| Zukunft Nachdem in den Neunziger Jahren eine wahre Straßenbahneuphorie herrschte, trat später eine Ernüchterung ein. Dies beruhte vor allem darauf, dass viele Strecken aufgrund der extremen Haushaltsnotlage Berlins entweder nur sehr langsam oder gar nicht realisiert werden können. Auch denkt man bei der BVG offen über Streckenstilllegungen nach, wie zum Beispiel die Strecke der M1 zur Schillerstraße. Dies äußerte jedenfalls Betriebsvorstand Thomas Necker, der ebenfalls mit der Aussage „Im Westen hätte es auch gut ohne Straßenbahn geklappt” große Empörung unter den Fahrgastverbänden auslöste. Dennoch hat die Straßenbahn zukünftig in Berlin eine größere Ausbauchance als die U-Bahn, da sie wesentlich kostengünstiger zu errichten ist. Derzeit finden gerade Bauarbeiten beziehungsweise Vorbereitungsarbeiten an zwei Projekten statt: Bis 2006 soll die Straßenbahnlinie M10 von der Eberswalder Straße durch die Bernauer Straße bis zum Nordbahnhof weiter verlängert werden, wo diese stumpf, ohne Anschluss an das restliche Netz, enden soll. Aufgrund einiger Planungsfehler unter dem Senator Peter Strieder, beschloss die neue Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer die Fortführung der Straßenbahn bis zum Lehrter Bahnhof zu verschieben, um die Pläne noch einmal zu verbessern. Unter anderem war es geplant, teilweise die Bürgersteige ganz aufzugeben, außerdem sollte eine große Anzahl von Bäumen gefällt werden. Daher muss ein neues Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden und so kann erst 2008 die Straßenbahn bis zum Lehrter Bahnhof fahren. Aufgrund der frei gewordenen Mittel beschloss die Stadtentwicklungssenatorin ebenfalls die im Jahr 2003 von ihrem Vorgänger Peter Strieder unterbrochenen Bauarbeiten an dem Lückenschluss zwischen Prenzlauer Tor und Alexanderplatz über die Karl-Liebknecht-Straße wieder aufzunehmen. Vorher war es geplant, dass diese erst 2008 fahren sollte, doch auch durch die nicht benötigten Baukapazitäten kann die Eröffnung um ein halbes Jahr vorgeschoben werden. Die Verbindung, die zukünftig von der M2 befahren wird, soll laut BVG-Angaben täglich 20.000 neue Fahrgäste sowie 450.000 Euro Zusatzeinnahmen bringen. Neben diesen zwei Projekten gibt es noch zahlreiche andere Planungen, die vor allem Straßenbahnstrecken in den Westteil der Stadt beinhalten. Dazu gehört unter anderem eine Verlängerung der Tramlinie M10 von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz. Bereits 1993 wurden dafür Vorleistungen auf der Oberbaumbrücke erbracht – bis heute liegen dort ungenutzt Straßenbahngleise. Die Linie soll geradeaus durch die Falckensteinstraße, dann direkt durch den Görlitzer Park, dann weiter über Glogauer und Panierstraße am Hermannplatz enden. Damit würden auch die Einwohner Neuköllns und Kreuzbergs näher an den Berliner Osten heranrücken. Längerfristig soll hier die Straßenbahn über Hasenheide, Hallesches Tor und Lehrter Bahnhof wieder den „Kleinen Ring“ bilden, so wie es ihn schon vor 1953 gab. Ebenfalls zu den angestrebten Straßenbahnstrecken gehört eine Linie durch die Leipziger Straße über Potsdamer Platz zum Kulturforum. Bereits im Jahr 2000 wurden erste Gleise in der Leipziger Straße verlegt. Jedoch protestierten der ansässige Bundesrat sowie der DaimlerCrysler-Konzern vehement gegen die Straßenbahn. Beide befürchteten erhebliche Verkehrsprobleme auf der stark belasteten Straße. Die Straßenbahnlinie soll am Berliner Rathaus beginnen, wo auch eine Verbindung zum Restnetz bestünde. Weiterhin ist es geplant die Linie 63 von der Haeckelstraße in Schöneweide bis zum Zwickauer Damm in Rudow zu verlängern. Hierfür soll die Straßenbahn durch den Sterndamm und die Stubenrauchstraße fahren. Durch diese würden vor allem die Wohngebiete um den Zwickauer Damm und den Eisenhutweg an das S-Bahnnetz angeschlossen. Für diese Strecke wurde bereits beim Bau der Hermann-Gladenbeck-Brücke über die A113 2004 genug Platz für die die zukünfitgen Straßenbahngleise gelassen. Laut Stadtentwicklungsplan soll die Straßenbahn, wenn das obere Finanzszenario eintritt, bis 2015 gebaut werden. Sollte sich die Finanzlage des Landes Berlin jedoch nicht wie gewünscht entwickeln, ist bis spätestens 2030 eine Realisierung zu erwarten. |
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Der
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| Strukturdaten |
Stand 31.12. 2003 |
Stand 31.12. 2002 |
| Fläche Berlins | 892 km2 | 891 km2 |
| Einwohner Berlins | 3,39 Mio | 3,39 Mio |
| Fahrgastfahrten | Stand 31.12. 2003* | Stand 31.12. 2002 |
| Fahrgastfahrten in Mio(UBF**) | 890,3* | 799,0* |
| Betriebszweig-Fahrgastfahrten** in Mio | Stand 31.12. 2003* | Stand 31.12. 2002 |
| Gesamt BVG | 1.013,3* | 903,0* |
| - davon U-Bahn | 457,9* | 399,2* |
| - davon Straßenbahn | 157,0* | 142,5* |
| - davon Omnibus einschl. Fähren | 398,4* | 361,3* |
| Verkehrsnetz Straßenbahn | Stand 31.12. 2003 | Stand 31.12. 2002 |
| Linienanzahl Tag - Nacht | 27 - 5 | 28 - 5 |
| Streckenlänge (km) Tag - Nacht | 187,7 - 57,2 | 187,7 – 57,2 |
| - davon Strecke auf besonderem Bahnkörper (km) | 108 | 108 |
| Linienlänge (km) Tag - Nacht | 362,6 - 59,7 | 370,4 – 59,9 |
| Haltestellen Tag - Nacht | 377 - 110 | 375 - 110 |
| Richtungshaltestellen Tag - Nacht | 789 - 224 | 789 - 224 |
| mittlerer Haltestellenabstand (km) | 0, 461 | 0,461 |
| mittlere Beförderungsgeschwindigkeit (km/h) | 19,4 | 19,6 |
| Fahrzeuge Straßenbahn | Stand 31.12. 2003 | Stand 31.12. 2002 |
| Fahrzeuge gesamt | 602 | 599 |
| - davon Tatra-Triebwagen | 388 | 388 |
| - davon Beiwagen | 64 | 64 |
| -
davon Niederflurfahrzeuge Einrichtungswagen |
105 | 105 |
| -
davon Niederflurfahrzeuge Zweirichtungswagen |
45 |
42 |
| Personal | Stand 31.12. 2003 | Stand 31.12. 2002 |
| Gesamt | 12878 | 13409 |
| - davon Arbeiter | 9234 | 9690 |
| - davon Angestellte | 3222 | 3250 |
| - davon Auszubildende | 422 | 469 |
| Betriebsanlagen | Stand 31.12. 2003 | Stand 31.12. 2002 |
| Betriebswerkstätten gesamt | 16 | 17 |
| - davon U-Bahn | 3 | 4 |
| - davon Straßenbahn Schwerpunktwerkstätten | 2 | 2 |
| - davon Straßenbahn Servicebereiche | 4 | 4 |
| - davon Omnibus | 7 | 7 |
| Betriebshöfe | 12 | 12 |
| - davon Straßenbahn | 5 | 5 |
| - davon Omnibus | 7 | 7 |
| Hauptwerkstätten U-Bahn | 2 | 2 |
| Werkstatt für U-Bahn-Betriebsfahrzeuge | 1 | 1 |
| Zentralwerkstatt | 1 | 1 |
| Vertriebsorganisation | Stand 31.12.2003 | Stand 31.12. 2002 |
| Service-Schalter, Servicepunkte | 23 | |
| Reisemärkte | 60 | |
| Private Vertriebsagenturen | 620 | |
| Hotelagenturen | 188 | |
| Personalbediente Verkaufssysteme (PVS) | 772 | |
| Verkaufsautomaten und Fahrscheindrucker | 3649 | 3883 |
| Fahrscheinentwerter | 6309 | 6423 |
| *vorläufige Daten | ||
| **Häufig erreicht uns die Frage, wofür die Begriffe
UBF (Unternehmensbeförderungsfall) und BBF (Betriebsbeförderungsfall)
stehen. Ein Beispiel für die unterschiedlichen Daten: 1 UBF ist eine Fahrgastfahrt im BVG-Netz von der Quelle zum Ziel ohne Berücksichtigung der bei dieser Fahrt genutzten Betriebszweige (U-Bahn, Tram, Omnibus).1 BBF ist die Fahrt bei nur einem Betriebszweig. Benutzt der Fahrgast auf seiner Fahrt von der Quelle zum Ziel beispielsweise erst den Bus und dann die U-Bahn, so sind das 1 UBF und 2 BBF. |
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